Die Entwicklung der Gemeinde Contwig zum Maurerdorf ist eng mit Nicolaus Ollinger verbunden. Geboren zu Mameren in der Pfarrei Luxemburg, heiratete er am 1765 nach Contwig. Bei seiner Heirat wird angegeben, dass er Steinmetz und Maurer war.
Nicolaus Ollinger hat als Maurermeister in den Jahren 1781 bis 1784 Abriss und Neubau des Kirchenschiffes der heutigen protestantischen Kirche in Contwig durchgeführt. Noch im Jahre 1731 hatte man für ähnliche Arbeiten an der Kirche Maurer aus einer anderen Gemeinde beschäftigt. Zu der damaligen Zeit umfasste die Berufsbezeichnung "Maurer" eine ganze Palette handwerklicher Tätigkeiten. Erst viel später kam eine Aufteilung des Berufs in viele spezialisierte Tätigkeitsfelder. So ist der Begriff "Maurerdorf Contwig" unmittelbar mit dem Namen Nicolaus Ollinger verbunden.

An vielen Bauwerken in und um Contwig kann man heute noch die handwerkliche Kunst der Contwiger Bauleute bewundern. Auch die Laurentiuskirche ist ein Beweis für die großen künstlerischen Fertigkeiten der Contwiger Handwerksleute.