Schnelles Internet für Stambach

Auch in Stambach kann jetzt schnell gesurft werden

Contwig. Ab dem Frühjahr 2018 sollen alle Bürger zügig surfen können. Rund vier Jahre Vorlauf waren dafür notwendig.

„Seit 2013 haben wir gekämpft. Jetzt stehen wir hier“, sagte der Contwiger Gemeinderat Holger Hell (SPD) kurz vor der offiziellen Inbetriebnahme des schnellen Internets im Ortsteil Stambach. „Die Zeit vergeht“, erinnerte auch Bürgermeister Karlheinz Bärmann (CDU) an erste Beratungen im Gemeinderat vor vier Jahren. Nach  weiteren Gesprächen mit verschiedenen Behörden habe die Gemeinde Ende 2015 der Firma Inexio den Auftrag übertragen, Stambach mit schnellem Internet zu versorgen.

„Damit ist die Infrastruktur im Ort wieder ein Stück besser geworden“, sagte Bärmann. Denn Leute, die sich in Contwig ansiedeln wollten stellten als erstes die Frage: „Wie sieht es aus mit schnellem Internet?“ Nach dem Ausbau in Stambach sei jetzt nur noch die Hohlbach „ein weißer Fleck“. Der Ausbau für das Gebiet werde demnächst ausgeschrieben, kündigte der Bürgermeister an.

„Wir wollten im Frühjahr fertig werden. Es hat länger gedauert als geplant und erhofft“, sagte die für den Vetrieb zuständige Mitarbeiterin des Telekommunikationsunternehmens aus Saarlouis. Im August hat Inexio das neue Netz in Betrieb genommen. 15 der 46 Kunden seien bereits freigeschaltet. Dabei bewege sich die Geschwindigkeit zwischen 25 000 Megabit pro Sekunde bei 600 Meter Entfernung vom Anschlusspunkt bis zu 96 000 Megabit bei 100 Meter Entfernung. Hell, der in Stambach wohnt, meinte, dass er bisher nur Positives gehört habe. Kiefer kündigte eine weitere Informationsveranstaltung am 8. November zwischen 16 und 18 Uhr im Contwiger Rathaus an.

„Das Warten hat sich gelohnt“, freute sich auch Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD). Nach dem Anschluss ans schnelle Internet blicke Stambach in eine gute Zukunft. Gundacker erwähnte, dass die Förderung des Projekts Bestandteil des 25-Punkte-Programms der Landesregierung für die Region sei. Das Land habe das Projekt mit rund 49 000 Euro gefördert. Die restlichen 26 000 Euro habe zunächst die Gemeinde gezahlt. Der Kreis übernahm die Kosten beim Ausbauprogramm  für das schnelle Netz.  „Da haben wir uns eingesetzt, dass auch die Gemeinden, die vorher aktiv geworden waren, gefördert wurden.“

Pfälzischer Merkur vom 12.10.2017