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750 Jahre Ortsgeschichte in Kurzfassung

1237 Bei der Übergabe eines Fischweihers zu Contwig vom Kloster Hornbach an den Grafen Heinrich von Zweibrücken wird erstmals der Ortsname urkundlich erwähnt. (Mitteilungen des Historischen Vereines der Pfalz Nr. XXVII, Speyer 1904, Regesten des ehemaligen Benediktiner-Klosters Hornbach Nr. 73).

Gleichzeitig erfolgt die Neuordnung der niederen Gerichtsbarkeit durch die Übertragung der Gerichtsherrschaft an das Kloster Hornbach. Contwig und die dazugehörenden Hofsiedlungen werden nunmehr von dem Oberschultheißen aus Hornbach beaufsichtigt, der auch in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gerichtsschöffen Rechtsbrecher mit geringen Vergehen aburteilen kann (Regesten Nr. 73).

1272 Die klostereigene Mahlmühle in Contwig wird an die Eheleute Folmar verpachtet (Regesten Nr. 103).

1303 Erwähnung der untergegangenen Siedlung Gouchelingen (= Geichlingen, Regesten Nr. 160).

1309 Bischof Reginald von Metz inkorporiert auf die Bitte des Abtes Johannes die unter dessen Patronat stehende Pfarrei Contwig dem Kloster Hornbach (Regesten Nr. 172).

1325 Erzbischof Balduin von Trier wird Lehensnehmer und damit Grundstückspächter zu Contwig (Bayer. Hauptstaatsarchiv München; Rheinpfälzer Urkunden Nr. 2817).

1328 Der bis zum Jahre 1719 zur Gemarkung gehörende Heidelbinger Hof wird erstmals urkundlich erwähnt (Carl Pöhlmann; Älteste Geschichte des Bliesgaues).

1357 Das Dorf »Contwigk« wird durch die Edelknechte und Brüder Bertram und Nikolaus an den Grafen Walram von Zweibrücken verkauft (Ludwig Molitor; Vollständige Geschichte der ehem. Pfalz-Bayerischen Residenzstadt Zweibrücken 1885 S. 66).

1358 Johann Swinde, des Conrads Sohn, ein Ritter und Bürger zu Zweibrücken, verkauft für 85 Goldgulden seine vom Vater ererbten Güter und Rechte zu »Stampach« an den Grafen Walram Il. von Zweibrücken. Erste urkundliche Erwähnung von Stambach.

1382 In einer Streitsache zwischen Hugo, dem Abt von Hornbach und Conrad, dem Pfarrherrn von Contwig, wegen des Zehnten zu »Oberurbach und Orlebach« (Oberauerbach und Niederauerbach) wird Johann Opilio von Druppach als Zeuge vernommen. Dies ist gleichzeitig die erste Namensnennung des Truppacher Hofes (Carl Pöhlmann; Regesten der Grafen von Zweibrücken Nr. 900).

1398 Erste urkundliche Erwähnung von Ehringen (untergegangene Siedlung, auf deren Siedlungsgebiet um 1700 eine Neubesiedlung erfolgte, die heute den Namen Contwiger Höfehen trägt, zitiert nach Ortschronik Bender; Contwig 1930).

1420 Der Wahlbacher- und der Offweilerhof werden als fürstliches Eigentum urkundlich nachgewiesen (OC Bender).

1434 Pachtvertrag für das Klostergut Dietelvingen (heute Dudelbingen), mit dem Pachterlös wird die Contwiger Kirchenbeleuchtung bezahlt (OC Bender).

1482 Größere Umbauarbeiten an der Kirche. Der Kirchtum wird erhöht und ein neues Chorgewölbe eingebaut. Der Gewölbeschlußstein mit der eingemeiselten Jahreszahl wird bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 11906 entdeckt und geborgen. Er ist später leider verloren gegangen.

1487 Truppacher Hof, bisher Eigentum des Klosters Hornbach, wird an Jost von Flersheim als Lehen gegeben, 1509 an Johann von Flersheim, 1543 Übergabe an Kanzleischreiber Ludwig Dhurr aus Zweibrücken.

1509 Erste urkundliche Erwähnung des Heckenaschbacher Hofes (OC Bender).

1526 Beginn der Reformation im Herzogtum Zweibrücken.

1533 Um das Jahr 1533 wird Nielahs, seit 1529 Pfarrherr zu Contwig, Lutheraner und mit ihm die gesamte Pfarrei lutherisch.

1535 Rückübertragung der Gerichtsbarkeit der Klosterhöfe an den herzoglichen Vormund, Pfalzgraf Ruprecht, durch den Abt des Klosters Hornbach

1547 Wird eine Oberamtsbannbeschreibung veröffentlicht. Stambach wird dabei als Hofgut innerhalb der Gemarkung von Contwig bezeichnet (Mitteilungen des Historischen Vereins der Mediomatriker für die Westpfalz in Zweibrücken IV).

1562 Die Mahlmühle zu Contwig brennt nieder und wird auf Kosten der Gemeinde wieder errichtet. Die Gemeinde erwirbt hierdurch das Erbbestandsrecht an der Mühle (Ludwig Kampfmann; Heimatkunde des Bezirksamtes Zweibrücken, 1912).

1563 Der herzogliche Geometer und Geograph Tilemann Stella nimmt die Vermessung der Gemarkungen des Oberamtes Zweibrücken vor und erstellt hierzu Lagepläne und Beschreibungen. Nach seinen Plänen stehen in Contwig eine Kirche und 16 Wohngebäude, in Stambach drei Wohnge­bäude (Plankopien im Zweibrücker Stadtarchiv).

1564 bis 1565 die Pest in Zweibrücken und Umgebung ausgebrochen. Ebenso 1573 ‑ 1576, 1583 und 1596 ‑ 1598 (Molitor S. 250 ‑ 251).

1564 Nach der Rückübertragung der Gerichtsbarkeit an den Herzog erfolgt die Neuordnung der Zu­ständigkeit. Zu Contwig wird ein eigenständiges Schultheißenamt eingerichtet. Zu diesem Amt gehören Contwig, Stambach und Heidelbingen (OC Bender).

1596 bis 1598 neben der Pest sind auch noch die Pocken im Lande (Philipp Casimir Heintz; Das ehemalige Fürstentum Zweibrücken und seine Herzöge I. Teil 1833; S. 412).

1618 Beginn des 30jährigen Krieges.

1624 Kirchenvisitation zu Contwig. Contwig hat nach diesen Unterlagen 230 Einwohner und Stambach 20 (BayHStA Kasten blau 389/8 d).

1629 Hanß Jeger wird der erste weltliche Schullehrer der Gemeinde. Er ist nur Winterlehrer und hütet im Sommer die Schafe der Contwiger und Stambacher Einwohner (Archiv der Prot. Kirchenschaffnei Zweibrücken).

1635 Der reformierte Pfarrer Johann Heinrich Gelan wird beim Verlassen der Kirche von kaiserlichen Soldaten kroatischer Herkunft erstochen. Die Kirche wird bis auf den Turm zerstört. Die Pfarr­stelle wird erst im Jahre 1653 wieder besetzt (Philipp Casimir Heintz; Das ehemalige Fürstentum Pfalz‑Zweibrücken während des 30jährigen Krieges, 2te Auflage 1892, S. 95).

1637 Spanische Truppen besetzen bis zum Jahre 1638 das Herzogtum und hausen auch in der Gemein­de Contwig.

1648 Beendigung des großen Krieges durch den Westfälischen Friedensschluß.

1650 Erste Schweizer, aber auch Tiroler und andere Einwanderer werden in den Zweibrücker Landen ansässig.

1652 wurde die im Krieg zerstörte Mahlmühle wieder aufgebaut (Kampfmann; S. 162).

1653 Nach der Wiederherstellung der Kirche wird auch die Pfarrstelle der reformierten Pfarrei wieder besetzt.

1656 Die Gemarkung wird im Auftrage des Herzogs vermessen. Nur wer schriftliche

Eigentumsnachweise oder glaubwürdige Zeugen beibringen kann, darf die von ihm beanspruchten Ländereien behalten.

Die Einsprüche vieler Contwiger werden abgewiesen, die herrenlosen Ländereien vom Herzog beschlagnahmt und dem Verwalter des Hornbacher Klostervermögens zugewiesen,um die Unterhaltung des Zweibrücker Gymnasiums sicherzustellen (KSchAZ).

1663 wird Contwig bereits wieder von 21 Familien bewohnt. Die Namensliste der 1663er Kirchenvisita­tion (BayHStA Kasten blau 389/8 d) beweist, daß mehrere Familien den 30jährigen Krieg über­lebten. Stambach ist zu dieser Zeit noch unbewohnt. Die dortigen Ländereien dienen den Contwiger Bauern zu Weidezwecken.

1673 wird die gesamte Gegend durch französische Truppen ausgeplündert und in den Jahren 1676 ‑

1677 besetzt. Nach der Vertreibung anno 1677 und dem Frieden von Nymwegen kommen die Franzosen anno 1680 wieder und bleiben bis zum Friedensschluß von Ryswik 1697 im Lande.

1689 wird die Kirche in Contwig durch die Franzosen zur Simultankirche erklärt.Dadurch wird ein bis zum Jahre 1905 währendes gemeinsames Benutzungsrecht geschaffen.

1695 Die katholische Pfarrei Contwig wird durch den Bischof von Metz neu gegründet. Ihr werden noch die Gemeinden Niederauerbach, Oberauerbach, Battweiler und Stambach zugeordnet.

1697 Der Schwedenkönig Karl XII. wird regierender Herzog von Zweibrücken und läßt das Herzogtum durch seinen Statthalter Gabriel von Oxenstierna regieren.

1698 Haupteinwanderung von Schweizern.

1700 Der schwedische Hauptmann von Pylil ‑ späterer Obrist und Zweibrücker Stadtkommandant; in der Contwiger Kirche bestattet ‑ wird Erbbeständer des Wahlbacher und des Offweiler Hofes (KSchAZ).

Um 1700 wird das ehemalige Ehringer Gut durch eingewanderte Franzosen wieder besiedelt.

Wird an die Mahlmühle noch ein Sägewerk angebaut. Danach dient der Schwarzbach als »Floßbach« auf dem das Holz aus dem Fischbacher Holzland dem Contwiger Sägewerk zugeflößt wird.

1707 Der königlich schwedische Landvermesser Jonas Sundahl ‑ auch als Architekt des Zweibrücker Schlosses bekannt ‑ führt eine Flurbereinigung in Contwig und Stambach durch.

Dabei wird mit Zustimmung der herzoglichen Regierung auf dem vormaligen Ehringer Gut das Contwiger Höfchen gegründet (KSchAZ).

1719 Heidelbingen wird flächenmäßig aus der Gemarkung Contwig ausgegliedert und der Gemeinde Rimschweiler zugeschlagen. Hiermit wird nur teilweise einem bereits bei der Kirchenvisitation des Jahres 1580 ausgesprochenem Wunsche der Heidelbinger Bewohner entsprochen, da sie weiterhin kirchlich bei der Pfarrei Contwig verbleiben müssen. Das Herzogtum erhält wieder einen eigenen Herzog und wird wieder selbständig. Der Herzog ernennt aus dem Kreis seiner Bediensteten die Schultheißen und erniedrigt somit das Ansehen der althergebrachten Einrichtung. Durch den neuen Verwaltungsherrn der Schultheißerei wird ein neues Schultheißensiegel in Auftrag gegeben. Dieser Siegelabdruck dient als Vorbild bei der Gestaltung des Contwiger Ortswappens im Jahre 1923 (Wappenverleihung).

Erwähnung Hasenthal. Ein Hof links vom Truppacherthal am Kirchenpfad nach Heidelbingen gelegen (1719 Taufbuch der protestantischen Pfarrei Contwig).

1729 Die Gemeinden Contwig und Stambach beschaffen auf ihre Kosten und gegen den Willen der erzoglichen Regierung eine Kirchenuhr und eine damit verbundene Glocke.Beide werden auf Turm der Pfarrkirche installiert (KSchAZ).

1760 Gegenüber der Mahlmühle in Contwig wird ein Stahlhammerwerk errichtet. Das Werk führt zu einer vorübergehenden Ansiedlung auswärtiger Fachleute in den Gemeinden Contwig und Stambach.

Werden dem Schultheißamt Contwig die Orte Rieschweiler, Reifenberg und Maßweiler zugeteilt.

1781 Das nach dem 30jährigen Krieg erneuerte Kirchenschiff wird wegen Baufälligkeit niedergerissen und bis zum Jahre 1784 wieder größer aufgebaut (KSchAZ).

1783 Der Kirchturm wird bis zur halben Höhe abgebrochen und höher errichtet (KSchAZ).

1793 Plünderung in Contwig und auf dem Truppacher Hofe durch französische Revolutionstruppen (Molitor S. 507 und S. 514).

1797 wird Contwig der Hauptort des gleichnamigen Kantons. Bis 1804 gehören dazu: Stambach, Dellfeld, Rieschweiler, Maßweiler, Reifenberg, Schmitshausen, Oberhausen, Knopp, Winterbach, Niederhausen, Battweiler, Oberauerbach, Niederauerbach, lxheim, Einöd, Ingweiler und die Höfe Heckenaschbach, Offweiler, Wahlbach und Truppach.

1798 Das linke Rheinufer fällt an Frankreich. Contwig kommt unter französiche Verwaltung.

1799 Verbesserung der Straßenverbindung durch den Bau einer Chaussee von Bubenhausen nach Contwig.bProtestantische Privatschule in Stambach nachweisbar (Prot. Pfarrarchiv Contwig).

1804 Am 30. Juli wird der Kanton Contwig aufgelöst und mit Zweibrücken vereinigt (Kampfmann S. 161 ‑162).

1814 Nach der endgültigen Niederlage von Napoleon übernehmen die verbünd t M h

1816 Durch einen Vertrag zwischen Österreich und Bayern wird die Pfalz an Bayern abgetreten.Infolge der Verwaltungsneugliederung entsteht aus den Gemeinden Contwig, Stambach, Dellfeld, Ober‑ und Niederauerbach die Bürgermeisterei Contwig.

1820 wird der Zweibrücker Apotheker Ludwig Hopff mit einer goldenen Medaille durch den Landwirtschaftlichen Verein für die Pfalz ausgezeichnet, weil er am Zeitershang einen Weinberg angelegt hat (Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 29. Sept. 1820).

1825 Erbauung des protestantischen Pfarrhauses zu Contwig auf den Fundamenten des früheren Pfarrhauses.

1826 bis 1829 wird die Staatsstraße von Zweibrücken nach Landau gebaut. Für die erstmalige Herstel­lung der Strecke von Stambach bis zur Bärenhütte (Gemeinde Nünschweiler) werden laut Intelli­genzblatt des Rheinkreises vom 14. Dezember 1826 ‑ 13 700 Gulden an Landesmitteln zur Verfü­gung gestellt.

1830 Appelslust ‑ Straßenschenke an der südöstlichen Seite des Offweilerhofbannes. Erbauer ist ein Walshauser Bürger mit Namen Wilhelm Wolf, die er nach dem Vornamen seiner Ehefrau Apollonia, Appelslust nennt.

1832 wird ein gemeinsamer Begräbnisplatz für die Gemeinden Contwig und Stambach an der Straße nach Maßweiler gebaut und ab 1. Juli für die Bestattungen aus beiden Gemeinden genutzt (Prot. Pfarrarchiv Contwig).

1834 Einwohner:1378Bürger,davon829Katholiken,520Protestantenund29Mennoniten.

1835 Bau zweier Schulhäuser zu Contwig in der Pirmasenser Straße (die heutigen Häuser Sefrin und Redinger, Haushaltsrechnung der Gemeinde vom Jahre 1835).

Ruppenthaler Hof von dem Zweibrücker Appellationsgerichtsrat Philipp Ruppentahl angelegt. Fast gleichzeitig mit dem Ruppenthaler Hof erbaut Philipp Müller den ganz in der Nähe liegenden Hüthersbronner Hof (1893 werden die Gebäude unbewohnbar).

1838 Einrichtung einer katholischen Konfessionsschule in Stambach. Bis zum späteren Schulhausbau wird der Unterricht in Privathäusern abgehalten.

1840 Die Gemeinden Contwig und Stambach erwerben gemeinsam die erste Feuerwehrspritze (Haushaltsrechnung der Gemeinde Contwig von 1840).

1849 Mehrere namentlich bekannte Contwiger, auch ein Lehrer und der Gemeindeeinnehmer, sind aktiv am badischen Heckeraufstand beteiligt (Gemeindearchiv Contwig).

1867 Postlinie Waldfischbach ‑ Zweibrücken. Hiermit verbunden ist die Einrichtung des ersten Contwiger Postamtes ab 1. April 1867 (Gemeindearchiv Contwig).

1870 Erstmals in der Geschichte der Bürgermeisterei wird ein »Auswärtiger« Bürgermeister. Der Amtssitz wechselt daher nach Niederauerbach (Gemeindearchiv).

1873 bis 1879 Bau der Eisenbahnstrecke Zweibrücken ‑ Annweiler/Pfalz ‑ bei dieser Gelegenheit Bau einer Straße von der Dorfbrücke bis zum Bahnhof ‑ Errichtung einer Station mit Bahnhofsgebäude.

1875 Bau eines Schulhauses in Stambach , das am 2. Januar 1876 bezogen wird.

1880 Rückkehr des Bürgermeisteramtes nach Contwig.

1883 Erbauung eines dritten Schulgebäudes in der Pirmasenser Straße (heutige Schreinerei Schmidt)

1884 Errichtung des öffentlichen Waschplatzes an der Mühle.

1888 Niederauerbach undOberauerbach scheiden aus dem Bürgermeistereiverband aus und erhalten eine eigene Bürgermeisterei.

1903 Neubau eines katholischen Schulhauses bei der katholischen Kirche (Schillerschule). bis 1905 Erbauung der katholischen Kirche in Contwig.

1908 Auch Dellfeld wird selbständige Gemeinde. Der alte Bürgermeisterreiverbund besteht nur noch aus Contwig und Stambach.

1910 erhält Stambach einen eigenen Friedhof Damit wird ein lang gehegter Wunsch erfüllt. Im gleichen Jahr wird die neue katholische Schule noch um zwei Lehrsäle erweitert.

1914 bis 1918 der erste Weltkrieg. Die Kriegsteilnehmer aus den Gemeinden Contwig und Stambach zahlen einen hohen Blutzoll.

1920 Stambach erhält ab 31. März ebenfalls eine eigenständige Bürgermeisterei.

1921 Beginn der Stromversorgung in der Gemeinde.bis 1922 wird die Wasserversorgungsanlage für Contwig erstellt.

1923 erhält auch die Gemeinde Stambach eine Wasserversorgungsanlage. wird das Rathaus in Contwig errichtet. Erbauung des katholischen Schwesternhauses an der katholischen Kirche. bis 1924 Erbauung des protestantischen Schwesternhauses an der protestantischen Kirche.

1925 wird die zweite Vergrößerung des katholischen Schulhauses durchgeführt. bis 1926 Schwarzbachregulierung.

1933 Machtergreifung durch Adolf Hitler

1937 Bau des Westwalles. Viele wertvolle Äcker werden durch den Bau der gigantischen Befestigungsanlagen für die landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar.

1939 Am 1. September beginnt der 2. Weltkrieg. Die Bevölkerung der »Roten Zone« ‑ zu der auch die Gemeinden Contwig und Stambach gehören wird evakuiert und kehrt im Sommer 1940 wieder zurück.

1944 Zum zweiten Mal verlassen viele Bewohner der beiden Gemeinden die Heimat, da das Kriegsgeschehen auf unseren Raum übergegriffen hat. und 1945 annähernd 300 Gebäude werden durch Bomben oder Artilleriebeschuß zerstört oder beschädigt

1945 Beendigung des Krieges durch Kapitulation der Deutschen Wehrmacht. Einmarsch der amerikanischen Soldaten.

bis 1948 leidet die Bevölkerung große Not und muß vieles entbehren.

Bildung eines »Bürgerkomitees« aus örtlichen Vertretern der Gemeinden durch die französis Militärverwaltung.

1946 Zulassung von Partein durch die französische Militärregierung und erste »freie« Gemeinder wahl.

1948 Die Währungsreform. 60 Deutsche Mark »Kopfgeld« pro Familienmitglied werden ausgeh digt. Die Läden füllen sich wieder mehr und mehr mit den Dingen des täglichen Bedarfes.

1949 Nach der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai werden die Wahlen 2 ersten Deutschen Bundestag durchgeführt.

1950 In Stambach wird eine katholische Kirche errichtet.

1954 Das Rohrnetz der Wasserleitung wird in Contwig beträchtlich erweitert und gleichzeitig mit Bau eines neuen Hochbehälters die Wasserversorgung sichergestellt.

1956 Einweihung der Rosenschule in Contwig. Die auf dem Friedhof zu Contwig erbaute Leichenhalle wird ihrer Bestimmung übergeben feierlich geweiht.

1957 Beginn der sich mehrere Jahre hinziehenden Bauzeit der Kanalisation. Erhebliche Verkehr schränkungen in der Ortsdurchfahrt von Contwig.

1959 Die Pestalozzischule an der Maßweiler Straße wird fertiggestellt und von den Schülern der pi stantischen Schule an der Pirmasenser Straße bezogen.

1966 Das neue Schulhaus in Stambach wird eingeweiht.

1969 bis 1971 Bau des Schwimmbades.

Auch in der bis dahin noch selbständigen Gemeinde Stambach wird mit der Verlegung Kanalnetzes begonnen.

Die Gemeinden Contwig und Stambach werden im Rahmen der Verwaltungsreform des Lan Rheinland‑Pfalz zur Großgemeinde Contwig zusammengeschlossen.

1972 Die Gemeinde wird der neu geschaffenen Verbandsgemeinde Zweibrücken‑Land zugeordi und viele Zuständigkeitsbereiche, u.a. die Wasserver‑ und ‑entsorgung, das Schwimmbad, ~ Feuerschutzwesen sowie das Verwaltungs‑ und Schulwesen an die Verbandsgemeindeverv tung übertragen.

1978 Hauptschulgebäude an der Oberauerbacher Straße fertiggestellt. Die Gemeinde hat hierzu die kostenlose Überlassung des Baugrundstückes erhebliche Vorleistungen erbracht.

1980 Schulturnhalle an der Hauptschule ihrer Bestimmung übergeben.

Entnommen aus dem Buch 750 Jahre Contwig

1983 Die Genehmigung zur Führung einer eigenen Flagge wurde am 24.Oktober 1983 durch die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz verliehen.

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