Altar

Der Altar wurde 1906 durch den Maurermeister Friedrich Bender neu errichtet.
Bei den Arbeiten für den Altar und verschiedene Gedenktafeln waren auch die
beiden Contwiger Steinhauer Jakob Schreiber und Jakob Stauch beteiligt.

Ev. Kirche Stambach

Seit Jahrhunderten gehören die Protestanten aus Stambach zur Pfarrei Contwig. Mit dieser Tatsache war auch ein sonntäglicher Kirchgang nach Contwig verknüpft. Der zunehmende Straßenverkehr machte diesen Weg nach Contwig zu einer Gefahrenquelle für Jung und Alt. Aus dieser Besonderheit erwuchs in der Stambacher Gemeinde der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Doch bis zur Erfüllung eines solchen Wunsches war es ein langer Weg. Man benötigte Menschen, die diesen Wunsch vorantrieben und vor allen Dingen Geld. In einer Versammlung 1957 wurde ein Evangelischer Kirchenbauverein Stambach gegründet, der es sich zum Ziel setzte, ein neues Gotteshaus in Stambach zu errichten.

Der neue Kirchenbauverein erhob einen Mitgliedsbeitrag, führte verschiedene Veranstaltungen durch und nahm auch Spenden für den geplanten Neubau entgegen, um so das geplante Vorhaben zu ermöglichen. Der Platz für die neue Kirche wurde von einer Stambacher Familie kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Spendenfreudigkeit und das dauerhafte Bemühen der Stambacher Protestanten überzeugte auch den Landeskirchenrat, das gewünschte Projekt zu beschleunigen. Er erlaubte 6 Gottesdienste im Jahr in der Stambacher Schule, deren Kollekten der Förderung des Neubaus zuflossen. Architekt Ernst Krauss aus Zweibrücken machte erste Entwürfe zum geplanten Kirchenbau. Nach der Genehmigung durch den Landeskirchenrat begannen im Frühjahr 1963 die ersten Bauarbeiten. Am 16. Mai 1965 wurde das neue Haus feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Ev.Kirche Contwig

Gegen 1100 entstand an der gleichen Stelle, an welcher sich das heutige Gebäude der Kirche befindet, ein erstes Gotteshaus. Es war die 6. Gründung des Klosters Hornbach, das Kirchlein war dem Apostel Thomas geweiht. Da die Kirche nie ganz zerstört wurde, könnten die Fundamente des heutigen Kirchturms aus dieser Zeit stammen. Im Jahre 1482 waren größere Instandsetzungsarbeiten am Kirchturm notwendig geworden. Um 1533 wurde durch die Reformation die Thomaskirche zum Gotteshaus der lutherischen Gemeinde. Die heutige Kirche wurde in der Zeit von 1781 - 1784 im späten Barock bzw. frühklassizistischem Saalbau errichtet. Während des 30-jährigen Krieges wurde das Gebäude stark beschädigt, aber nach den Kriegswirren sofort wieder repariert. Durch die französische Besatzung wurde 1684 das Simultaneum - d. h. Mitbenutzungsrecht - für die Katholiken verordnet. Die Kirche wurde dann bis 1905 gemeinsam von Katholiken und Evangelischen genutzt. In dieser Zeit war auch der um die Kirche liegende Friedhof geteilt, im oberen Teil fanden die Katholiken ihre letzte Ruhestätte, im unteren Teil die Evangelischen. 1832 wurde der Friedhof um die Kirche geschlossen. Weil in der Vergangenheit immer nur die schlimmsten Schäden behoben wurden, stürzte eines Tages die untere Außenmauer ein. Daher bemühte man sich um einen Neubau. In den Jahren 1781-1784 wurde dann an gleicher Stelle ein neues Kirchenschiff errichtet und der bestehende Turm erneuert. Nach der Fertigstellung erhielt der Turm 3 neue Glocken und eine neue Uhr.

 
Der Aufgang über die Holztreppe zur Empore und zur Orgel ist ebenfalls weiß gestrichen. So wird der Besucher von jedem Platz im Kirchenschiff von der weißen Farbgebung beeindruckt.  ddd  Die Orgel wurde am 23. April 1843 von den Orgelbauern Franz Heinrich Stumm und Carl Stumm aus Rhaunen-Sulzbach geliefert. Im Kriegsjahr 1917 wurden die Zinnpfeifen der Orgel für Kriegszwecke beschlagnahmt und durch Holzpfeifen ersetzt.

 

 

Vor der Innenrenovierung der Kirche hatte die Gemeinde überlegt, ein Kirchenfenster mit künstlerischen Ausgestaltung anzuschaffen. Es sollte ein Motiv sein, das einen wesentlichen Bestandteil des Glaubens beinhaltet und auch an Martin Luther erinnert.  Der Künstler Krumholz aus Bergzabern erhielt dazu den Auftrag. Das 2. Fenster erinnert an die Aussage Jesu: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben". Die Bibel als Grundlage des Glaubens ist im unteren Teil des Fensters dargestellt.  Auf den Reformator der Kirche wird über sein Siegel, die Lutherrose, hingewiesen. Am Pfingstfest 1991 konnte das neue Fenster  der Kirchengemeinde vorgestellt werden.