Vierter Kindergarten geplant

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19.12.2017 Die Woch

Vierter Kindergarten geplant

CONTWIG In Contwig ist neben dem Bau eines zweiten Seniorenheims auch der eines weiteren Kindergartens geplant. Das berichtet Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann in einem Gespräch mit DIE WOCH. Die Bauarbeiten der staatlichen Einrichtung, die oberhalb der Pestalozzi-Schule geplant sei, sollen im April beginnen.

Insgesamt plant die Ortsgemeinde rund 2,2 Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Vorgesehen sind drei Gruppen (eine Gruppe sei jederzeit für Kinder unter drei Jahren umstellbar) für 60 Kinder, die aufgenommen werden können. Neben den Räumen sei eine großzügig angelegte Küche mit Bistro geplant, in der das Essen für die Kinder selbst zubereitet werden soll. Vorgesehen ist auch ein Außengelände mit vielen Spielmöglichkeiten für die Knirpse.

Insgesamt ist es nun der vierte Kindergarten, der in der Ortsgemeinde eingeweiht werden wird. Der Baustil ähnele, so der Ortsbürgermeister, dem in Stambach, der ebenfalls vom Zweibrücker Architekten Peter Bohrer geplant wurde.

Finanzielle Belastung für die Kommune

Außer der Kindertagesstätte in Stambach gibt es in der Gemeinde noch Einrichtungen der Kirchen, so dass künftig elf Gruppen für den Nachwuchs zur Verfügung stehen. Bärmann bedauert die hohe finanzielle Belastung für die Kommune, die für den Bau lediglich 650000 Euro Zuschuss erhalte (350000 Euro vom Kreis und 300000 Euro vom Land). Für ihn sei es beschämend, dass gerade aus Mainz und Berlin so wenig Geld komme und die Gemeinde die Hauptlast tragen müsse. Das sei nur durch die Aufnahme eines Kredites möglich.

Durch den neuen Kindergarten würden rund ein Dutzend Arbeitsplätze geschaffen. Der Standort sei optimal, da sich die Grundschule in unmittelbarer Nähe befinde und eine Zusammenarbeit dann einfacher sei. Außerdem gehören von den 4000 Quadratmetern, die für den Bau genötigt werden, bereits die Hälfte der Gemeinde.

Bärmann sieht den Bedarf an Kindergartenplätzen in Contwig und Stambach ungebremst, zumal auch die Grundstücke im Baugebiet weggingen „wie warme Semmeln“. Von den 80 Bauplätzen gehören der Ortsgemeinde die Hälfte. Davon seien bereits 35 verkauft. „Wir bieten jungen Menschen hervorragende Voraussetzungen zur Schaffung ihres Eigenheimes“, so der Ortsbürgermeister. In den vergangenen beiden Jahren seien zahlreiche Bauplätze veräußert worden.

Ein Garant für die große Nachfrage sei auch die intakte Infrastruktur – angefangen von mehreren Arztpraxen, Banken über mehrere Geschäfte bis zu einer guten Gastronomie. Dazu komme die Bahnanbindung und der kurze Weg zur Autobahn. Im Dorf haben die Kinder zudem die Möglichkeit, neben Haupt- und Realschulabschluss auch das Abitur zu erlangen. „Von den Freizeitangeboten wie den Schwimmbad noch gar nicht zu sprechen“, nennt Bärmann einen weiteren Pfeiler der Infrastruktur. nob