Geschichte OT Stambach

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In amtlichen Urkunden wurde Stambach erstmals 1307 genannt. Zu diesem Zeitpunkt und noch Jahrhunderte später war es ein Hofgut innerhalb der Gemarkung von Contwig. Wie die benachbarten Hofsiedlungen, hatte es einen eigenständigen, bei Vermessungsarbeiten ausgesteinten Hofbann und bestand im 16. und 17. Jahrhundert aus drei Häusern. Im Jahre 1635 – während des Dreißigjährigen Krieges – flohen die Bewohner nach Holland und kamen von dort nicht mehr zurück. 1685 wurde der verwaiste Ort durch Einwanderer aus Luxemburg wieder besiedelt. Mit diesen Zuwanderern, die zunächst von den Contwiger Einwohnern die angestammten Weiderechte zurückforderten, lagen die Nachbarn im jahrzehntelangen Streit. Die seit Ende des 17. Jahrhunderts eingesetzte königlich schwedische Verwaltung des Herzogtums Zweibrücken beauftragte 1708 den königlich schwedischen Landvermesser Jonas Sundahl – einem breiteren Publikum als Architekt des Zweibrücker Schlosses bekannt – mit der Vermessung der Gemarkung von Contwig.

In seinem Abschlussbericht an die Verwaltung schrieb er, dass Stambach mittlerweile groß genug geworden sei, um ihm die Rechtsstellung eines Dorfes verleihen zu können. Die Verwaltung entsprach diesem Vorschlag, und Stambach kann sich ab diesem Zeitpunkt als eigenständige Ansiedlung betrachten. In der Folgezeit gehörte das nunmehrige Dorf zusammen mit Contwig, den umliegenden Höfen und anderen Gemeinden zur Schultheißerei Contwig und wurde von einem herzoglichen Schultheiß verwaltet, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Dorfgerichtes war. Erst die französische Revolution beendete diesen Verwaltungszustand. Die königlich bayrische Regierung der Pfalz, die 1816 der gemeinsamen Verwaltung der Länder Österreich und Bayern gefolgt war, bildete aus den selbstständigen Gemeinden Contwig, Stambach, Dellfeld, Nieder- und Oberauerbach die Bürgermeisterei Contwig. Unter der Führung eines gemeinsamen Bürgermeisters hatte jede Gemeinde ihren eigenen Gemeinderat und mit ihrem Adjunkten auch einen Stellvertreter des Bürgermeisters. Aus dem Bürgermeistereiverbund schieden 1888 Nieder- und Oberauerbach, 1908 Dellfeld und am 31. März 1920 auch Stambach aus. Stambach erhielt damit erstmals in seiner Geschichte einen eigenen Bürgermeister. Dies blieb auch so, bis sich 1969 die große Verwaltungsreform abzuzeichnen begann.